20.01.2017

Es kommt mir so vor als fingen meine raren Blogposts in den letzten Jahren mit der immer gleichen Einleitung an. „Mann, jetzt habe ich schon so lange nicht mehr gebloggt…“. Dieser hier zum Glück nicht. Ich kann ebenso problem- wie nahtlos bei Jespers Bein-OP anknüpfen.

Vor ein paar Tagen waren wir nämlich zur ersten Kontrolluntersuchung und tatsächlich haben sich seine Beine schon beachtlich begradigt. So weit, dass die rechte und linke obere Platte schon in ein paar Wochen wieder entfernt werden können oder besser gesagt müssen. Würde man sie noch länger drin lassen, würde man die ganze Sache nämlich letztlich verschlimmbessern. Die verbleibenden beiden Platten kommen dann im Laufe des Jahres raus. Schon lästig, dieses ständige Auf- und Zuschneiden der Knie aber wenn’s denn letztlich gerade Beine bringt, hat sich die Prozedur wenigstens gelohnt.

Mich hat zum Jahresbeginn mal wieder Entrümpelungswahn befallen. Diesmal lebe ich den besonders konsequent aus, ich trenne mich nämlich von meiner PS3, der Xbox 360 und der Xbox One. Deren einzige Daseinsberechtigung war zuletzt, möglichst viel Raumstaub an sich zu binden. Das haben sie auch zuverlässig getan, viel mehr aber auch nicht. Es sind ja auch nicht nur die Konsolen, die sinnlos Platz wegnehmen, sondern auch die Spiele und ganz besonders der ganze Zubehörkrempel. Allein für die Xbox 360 haben sich so zwei prall gefüllte Umzugskartons mit rund 60 Games, zwei Gitarren, einem Drumset und einem Turntablecontroller angesammelt. Was für ein Irrsinn!

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Jetzt muss ich nur noch gucken, wie ich den ganzen Kram loswerde. Ebay und damit verbundenen DHL-Versand möchte ich eigentlich vermeiden. Ebay Kleinanzeigen geht nicht weil sich ne ganze Menge FSK18-Titel in meiner Sammlung finden und die darf man da tatsächlich immer noch nicht anbieten. Das habe ich erst gemerkt, nachdem meine PS3 und 360-Anzeigen kurz nach dem Einstellen auch schon wieder gelöscht waren. Jetzt biete ich sie also bei Shpock an, wohlwissend, dass sich da noch mehr Vollidioten tummeln als auf Ebay. Das kann also noch was werden…

Unter unserem Fernseher steht jetzt also nur noch die Wii U und die wird auch immer wieder gerne von der ganzen Familie genutzt. Hauptsächlich für Multiplayer-Titel, ich habe aber auch noch The Legend of Zelda – Twilight Princess HD auf Lager und dann kommt ja in wenigen Wochen auch schon das neue Zelda raus. Außerdem kann ich meinen Spieltrieb auch noch jederzeit auf dem New 3DS XL oder am PC ausleben und schließlich habe ich auch noch den Emulator Retro Pie auf dem Raspberry Pi und diverse Retro-Konsolen auf Lager. Mir wird also auch in Zukunft kaum langweilig werden.

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Mölkky

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Es ist mittlerweile Mai und so langsam kann man mal wieder Aktivitäten im Freien ins Auge fassen. Unsere Familie empfiehlt dazu Mölkky (gesprochen: Möllkü). Der komische Name deutet es schon an. Dieses Spiel kommt aus Finnland, ist in den letzten Jahren aber in allen nordischen Ländern sehr populär geworden. Auch in deutschen Parks sieht man hin und wieder mal gesellige Grüppchen, die mit Holzklötzen um sich werfen. Sogar zu Schlag den Raab hat es Mölkky schon mal geschafft.

Worum geht es? Es werden zwölf Holzkegel aufgestellt, die von 1 bis 12 durchnummeriert sind. Die Spieler werfen mit einem Wurfholz auf diese Kegel und haben nun zwei Möglichkeiten Punkte zu sammeln. Wirft man mehrere Kegel um, erhält man die Anzahl der umgeworfenen Kegel als Punktzahl gut geschrieben. Trifft man nur einen, erhält man die sich auf dem Kegel befindliche Zahl als Punkte. Die umgeworfenen Kegel werden an der Stelle wieder aufgestellt, an der sie nach dem Treffer gelandet sind. Ziel ist es 50 Punkte zu erreichen, aber genau 50 Punkte! Wer übers Ziel hinaus schießt, fällt auf einen Punktestand von 25 zurück. Neben Geschicklichkeit ist also gerade im Endspiel auch eine gute Portion Taktik gefragt. Das Schöne an Mölkky ist, dass es mit wenig Aufwand in jedem Park, im Garten oder am See gespielt werden kann und Spieler fast jeden Alters mitmachen können. Kinder, Golden Ager und Betrunkene dürfen halt einfach etwas näher an die Kegel heran rücken.

 

 

Vita belebt

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Meine PlayStation Vita blüht zur Zeit so richtig auf und das ist einem fiesen Magen-Darm-Virus zu verdanken, der mich die letzten Tage abwechselnd ans Bett und WC fesselte. Da ist Diablo am PC oder GTA an der Xbox nicht das Richtige, die Vita im Bett hingegen schon. Dabei ist mir wieder mal aufgefallen wie genial doch das PlayStation Plus Angebot ist. Anfang April schlugen im Rahmen dessen nämlich u.a. Hotline Miami und Sly Cooper – Jagd durch die Zeit zum Download auf, wobei beide Titel auch für die PS3 verfügbar sind. Cross-Buy und so, ne? Habe ich ja schon mal erklärt.

Zunächst mal habe ich aber noch etliche Stunden mit Virtua Tennis 4 verbracht. Das macht recht großen Spaß, allerdings kommt mir der Schwierigkeitsgrad des Karrieremodus relativ lächerlich vor. Ich habe bisher jedes Turnier, an dem ich teilgenommen habe, gewonnen und die einzig spannende Frage war stets ob ich den Turniersieg ohne Punktverlust hole oder nicht. Blöd!

Wesentlich spannender ist es da schon, sich online mit anderen Magen-Darm-Patienten zu messen. Da sind schon einige Kandidaten am Start, die einem das Leben schwer machen können. So habe ich gestern gegen einen zwei Meter großen, dunkelhäutigen Japaner mit Glitzerhut verloren, der mir die Bälle nur so um die Ohren drosch. Die Beschreibung meines Opponenten entspringt hier nicht etwa meinem fiebrigen Geisteszustand sondern der Tatsache, dass man online mit der Spielfigur antreten kann, die man im Laufe des Karrieremodus mit lustigem Equipment ausstaffiert hat. Zusätzlich kann man dieser Figur mittels der Vita-Kamera auch noch die eigene Visage verpassen. So bin ich jetzt also im goldglänzenden Tennisdress mit meiner eigenen Hackfresse und einer Karsten-Braasch-Gedächtnisbrille unterwegs. Das mag manchem jetzt albern vorkommen, aber Virtua Tennis war schon immer eine Spieleserie, die nicht nur Wert auf eine gute Simulation des Sports legt, sondern auch infantile Gemüter wie mich bespaßen will.  Das schafft es dann auch mit herrlich abseitigen Minispielchen, in denen man Küken sicher über den Court geleitet oder auf ein Kartendeck zielt und sich so eine möglichst gute Pokerhand erspielen muss. Game, Set, Match!

Wenn ich dann doch mal genug vom Tenniszirkus habe, lege ich immer wieder mal ein Ründchen Luftrausers ein, das der Blognachbar Torsten hier ganz liebevoll beschrieben hat. Danke Torsten! Jetzt brauche ich das nicht mehr zu tun. Ich muss eh gerade noch mal aufs Örtchen.

PC and me (and Diablo 3)

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Ich war immer überzeugter Konsolenspieler. Der PC war mir als Spieleplattform aus Gründen verhasst, die man bei diesem Thema immer zu hören bekommt. Ständiges Aufrüsten und Patchen, unbequemes Hocken am Schreibtisch ect. pp. Einen adäquaten PC hatte ich sowieso nie, dafür aber meine Xbox 360 im Wohnzimmer. Nach der letzten Neuanschaffung eines PCs, die jetzt auch schon ein paar Jahre zurück liegt, habe ich aber gemerkt, dass selbst meine Low-Budget-Kiste ausreichte um das eine oder andere Spiel zum Laufen zu bringen. Irgendwann fand noch ein Riegel mit Arbeitsspeicher seinen Weg in die Kiste und etwas später eine brauchbare Grafikkarte. Das Problem mit ewigem Treiber installieren und Patches aufspielen hatte sich dank Steam auch weitestgehend erledigt und siehe da, plötzlich hatte ich durchaus Bock, mal ein paar Stündchen unbequem am Schreibtisch zu hocken um im Euro Truck Simulator 2 durch Europa zu tuckern oder mich mit tollen Indie-Titeln zu vergnügen.
Vor ein paar Tagen kam mir dann Diablo 3 ins Haus und so spiele ich z.Z. also beinahe ausschließlich am PC. Seit jetzt auch noch eine spezielle Maus mit einigen extra Tasten auf meinem Mousepad rum flitzt, komme ich mir schon fast wie ein richtiger PC-Gamer vor.

IMG_20140312_195539Diablo 2 war eines der wenigen Spiele, das ich auch während meiner Non-PC-Phase gespielt habe. Nie gut, nie im Koop und auch nicht tagelang, aber immerhin, ich hab’s gerne gespielt. Mit Diablo 3 habe ich nun wohl wirklich eine längerfristige Beschäftigung gefunden. Bis ich meinen Barbaren durch alle Schwierigkeitsgrade getrieben habe, wird schon noch einige Zeit vergehen. Daneben werde ich aber auch noch mal mindestens eine weitere Karriere als Mönch und/oder Zauberer starten.  Auf Schwierigkeit Normal kommt es mir bisher noch sehr leicht vor. Bis zum Erreichen von Level 17 ist mein Barbar nur ein einziges Mal gestorben und das war auch noch pure Doofheit. (Man hätte mir ruhig sagen können, dass „P“ nicht für Pause steht!) Aber mir soll’s erst mal recht sein. So kann ich mich schön eingrooven und werde dann auf Alptraum, Hölle und Inferno nur so splattern, dass es eine Wonne ist.

PlayStation mobil – der zweite Versuch

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Ich hatte mal ne PSP. Punkt. Viel mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Ich hatte sie, habe das eine oder andere Spiel auf ihr ausprobiert, selten Spaß mit ihr gehabt und folgerichtig habe ich sie dann auch wenige Monate später schon wieder verkauft. Als vor ziemlich genau drei Jahren die PlayStation Vita angekündigt wurde war ich komplett unterwältigt. Als sie ein Jahr später auf den Markt kam hatte sich daran nichts geändert. Erst im Laufe  der Zeit stolperte ich hin und wieder mal über interessante Titel, die exklusiv für die Vita erschienen. Gravity Rush oder Tearaway sollte man sich als ambitionierter Gamer ja eigentlich nicht entgehen lassen. Das überall hymnisch besprochene Persona 4 – The Golden erst recht nicht. Dann gibt es ja auch noch dieses spannende Feature namens Cross-Save. Guacamelee auf der PS3 spielen, speichern und mit diesem Spielstand auf der Vita weiterspielen. Das hat schon was. Cross-Buy ist auch nicht zu verachten. Ich kaufe also beispielsweise  Wipeout für die PS3 und bekomme die Vita Version dazu. Oder halt umgekehrt. Noch ein Punkt, der in Zukunft interessant wird: Remote Play von PS4-Spielen auf der Vita. Das sehe ich zwar in der Praxis an meinem wonky WLAN scheitern, aber theoretisch soll’s ja wohl klappen.

Ziemlich viele Punkte, die doch für eine Vita sprechen und wie es das Schicksal so wollte, ist mir ein solches Gerät nun sehr günstig via ebay ins Haus geflattert. Uncharted – Golden Abyss und Gravity Rush waren ebenso dabei wie zwei Speicherkarten. Meine ersten Eindrücke sind rundum positiv. Das Wichtigste daran: endlich ein mobiles Gerät mit zwei Analogsticks! Wahrscheinlich war das Fehlen des zweiten Analogsticks der Hauptgrund warum ich mit der PSP nie zurecht kam und dass Nintendo diesen mittels einer hässlichen Prothese für den 3DS erst nachliefern musste, war auch ein Armutszeugnis. Mit der Vita kommt nun endlich echtes Gaming-Feeling auf und dank PlayStation Plus Mitgliedschaft ist auch für Nachschub an quasi kostenlosen Spielen gesorgt. Es scheint beinahe so als hätte Sony mich nach vielen Jahren, in denen ich zu Recht auf Microsoft gesetzt habe, endlich wieder an der Angel. Ich sammel jedenfalls schon fleißig Leergut um das Pfand dann eines Tages in eine PlayStation 4 umzutauschen.