Im Tarifdschungel

Vertragsverlängerung = schönes neues Handy zum kleinen Preis

Diese Gleichung galt bisher, aber mittlerweile sind die Mobilfunkanbieter knauserig geworden. Is nix mehr mit einem tollen Handy zum symbolischen Preis. Die wollen jetzt tatsächlich richtig Geld dafür sehen. Im Prinzip kann ich es ja nachvollziehen, dass o2 mir bei einer monatlichen Rechnung von 20,00€ nichts in den Rachen schmeißen will, aber jetzt ist guter Rat natürlich im wahrsten Sinne des Wortes teuer.

Meine Idealvorstellung wäre ein aktuelles Handy mit Android OS, mindestens 100 SMS inklusive und ganz wichtig: Datenflatrate zum Internetsurfen. Das Handy sollte unter 100EUR kosten und die monatlichen Kosten 25EUR nicht überschreiten. Gesprächskosten sind mir ziemlich egal da ich mein Handy zu so ziemlich allem benutze ausser Telefonieren.

o2 bietet das Inklusivpaket mit 100SMS für 25EUR im Monat an. Dazu kommt dann noch das Internetpaket M für 10EUR. Unter diesen Bedingungen wäre das Samsung Galaxy für knapp 70EUR zu haben. Gar nicht mal so schlecht, aber halt doch etwas über meinem Limit.

Bei e-plus gibt es bisher noch gar keine Android-Telefone. Einzige bezahlbare Alternative wäre hier das LG Arena für 99EUR, von dem ich allerdings nicht so recht überzeugt bin. Beim Tarif Zehnsation wären in den ersten sechs Monaten je 100 Frei-SMS inklusive, danach schlägt jede SMS mit schier unglaublichen 19 Cent zu Buche. Das ist zwar der Standardpreis in Deutschland, in meinen Augen jedoch völlig inakzeptabel. Den Tarif gibt es für 5EUR im Monat. Dazu kommt dann noch eine monatliche Zahlung für’s Handy von 10EUR und die Internet-Flat für 10EUR. Hier käme ich also genau auf mein Limit von 25EUR/Monat, hätte aber ein Handy mit dem ich vielleicht auf Dauer nicht wirklich glücklich werde.

Das HTC Magic wäre ein Handy so richtig nach meinem Geschmack. Vodafone hat es für einen schlanken Euro im Angebot, allerdings gekoppelt mit einem Vertrag für 45EUR im Monat, zumindest für die ersten sechs Monate. Danach werden unglaubliche 55EUR fällig und es sind noch nicht mal unbegrenzt SMS in alle Netze enthalten. War mir nicht so, dass Vodafone gerade sein Lasso nach der „Generation Internet“ ausgeworfen hat? Der blanke Hohn bei diesen Angeboten. Außerdem kommt Vodafone aus einem weiteren Grund nicht in Frage. Die waren doch die ersten, die der Zensursula beim Thema Inetrnetzensur in den Arsch gekrochen sind. Bis sie aus diesem wieder herauskommen werden sie ziemlich strampeln müssen.

Bleibt also noch T-Mobile, mit denen ich aber eigentlich auch nichts zu tun haben möchte. Das G1 ist ein tolles Ding, aber auch hier explodieren die Kosten wieder. Sieben Monate lang kostet der Tarif Combi Flat S 35EUR und danach 45EUR. Hier sind zwar alle Gespräche ins Festnetz imklusive, aber SMS in fremde Netze kosten auch wieder 19Cent. Kommt also gar nicht in Frage, auch wenn das G1 nur 1EUR kostet. Zum selben Monatspreis bekommt man übrigens auch schon ein iPhone 3G inklusive 12 Monate lang LIGA total.

Tja, das ist schon nicht so einfach. Wahrscheinlich wird es für mich auf die Alternative „Abwarten“ hinauslaufen. Bei Simyo gibt es ein Internetpaket mit 1GB für 10EUR im Monat. Weitere Fixkosten fallen nicht an, jede SMS kostet 9 Cent. Zur Überbrückung sicher ganz attraktiv. Dann warte ich halt noch eine Weile ab und begnüge mich mit meinem SonyEricsson w850i, mit dem ich ausgesprochen zufrieden bin, bis ich auf ein wirklich günstiges Android-Angebot stoße.

Ich will auch

…nämlich ab in den Norden. Ich konnte am Freitagmorgen die Tweets kaum zählen, in denen mir euphorisierte Arbeitnehmer mitteilten, dass nun gerade ihr letzter Arbeitstag vor dem Urlaub beginnt. Der alte Kumpel Grumpy treibt sich gerade in Schweden rum, wo er zunächst beim Arvika-Festival war und anschließend zum Hiking nach Nordschweden aufgebrochen ist. Frau und Kinder werden in 12 Tagen zum zweiwöchigen Heimaturlaub nach Finnland düsen und ich hocke hier im zur Zeit so trüben Düsseldorf und darf noch dazu einige urlaubszeitbedingte Extraschichten schieben. Damit hat es dann Anfang August aber auch ein Ende und ich kann zunächst wenigstens gepflegt ein bißchen rumgammeln und anschließend noch eine gute Woche Urlaub mit der Familie genießen.

Fonic Surfstick: ein Can-Have

Fonic bietet Note-/Netbookbesitzern, die sich auch außerhalb kostenfeier WLAN-Netze bewegen, den Fonic-Surfstick an. Mit diesem kann man für schlanke EUR 2,50 einen ganzen Tag lang surfen. Für Nutzer, die nicht ständig ausschließlich auf diese Weise online gehen wollen, ist das ein durchaus attraktives Angebot. Diese Tagesflatrate gilt für einen ganzen Kalendertag (00:00 bis 24:00Uhr). Hier sollte man es also vermeiden erst am späteren Abend online zu gehen. Hat man ein Datenvolumen von 1GB überschritten wird die Geschwindigkeit von HSDPA (3,6 Mbit/sek) auf GPRS (53,6 kbit/sek) gedrosselt. Stundenlanges Videogucken ist somit also nicht möglich. Das ist allerdings nicht der einzige Haken. Der Surfstick selber schlägt nämlich mit knapp EUR 80,00 zu Buche. Ich habe zur Zeit die Möglichkeit den Fonic-Stick zu testen. Also mal schauen.

fonic_surfstick

Die Installation der Software namens Mobile Partner, die auf dem Stick mitgeliefert wird, verlief zügig und problemlos, ebenso die Freischaltung der SIM-Karte. Die Verbindungsgeschwindigkeit liegt bei 3,6 MB/Sekunde, was tatsächlich ausreichend erscheint auch wenn man beiselsweise Videos abruft. Probleme mit der Erreichbarkeit des o2-Netzes, das der Fonic-Stick benutzt, hatte ich nicht, was der durchweg guten Abdeckung in Düsseldorf zuzurechnen ist. Somit bin ich schnell zu dem Fazit gekommen, dass Fonic hier ein praktikables Produkt anbietet. Nun stellt sich allerdings noch die Frage wie denn eigentlich die Zielgruppe aussieht. Tatsächlich bin ich darauf aus, möglichst immer Zugriff auf einen Internetzugang zu haben. Zuhause ist das dank DSL via WLAN selbstredend gewährleistet und wenn ich unterwegs bin nutze ich mein Handy mit dem komfortablen Opera Mini. Damit kann ich meine Emails abrufen, Tweets empfangen und habe Zugriff auf quasi all die Internetseiten, die auch zuhause zu meinen Favoriten gehören. Ich denke, ich komme zu selten in die Verlegenheit mit meinem Eee-PC an einem Ort zu sein, an dem ich kein WLAN finde und es nicht ausreichend wäre, mein Handy zu bemühen. Die Tagesrate von EUR 2,50 ist für Wenignutzer absolut attraktiv, aber die Anschaffungskosten des Sticks liegen dann letztlich doch weit außerhalb des für mich persönlich akzeptablen Bereichs. Schade eigentlich denn von dem Fonic-Surfstick an sich bin ich letztlich doch sehr angetan.