Siljas erster Geburtstag!

Der Blick auf den Kalender läßt keinen Zweifel zu. In dem Moment in dem ich dies hier schreibe ist es auf die Minute ein Jahr her, dass unsere Silja auf die Welt gekommen ist. So war das:

 

Und das ist Silja heute:

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Ssang in Second Life

Second Life? Da war doch mal was. Gab es darum nicht zu Beginn des Jahres einen ausgewachsenen Medienhype? Egal ob Spiegel, Focus oder Stern-TV, kaum ein Magazin, das uns nicht staunend bis fasziniert explodierende Nutzerzahlen nannte und in Second Life nicht weniger als die Zukunft des Internets am Horizont aufziehen sah. Angeblich gab es Leute die in dieser virtuellen Welt als DJ oder Turnschuhdesigner ihr reales Monatseinkommen locker übertrafen. Doch schon nach ca. zwei Monaten wurden solche vermeintlichen Erfolgsstorys langweilig und die nun im Zusammenhang mit Second Life meistgenannten Begriffe waren „Illegales Glücksspiel“ und „Kinderpornografie“. Mittlerweile ist das mediale Interesse jedoch gänzlich eingeschlafen. Von einem echten Boom kann nicht gesprochen werden, die Zahl derer, die sich einen kostenpflichtigen Premiumaccount leisten soll sogar rückläufig sein. Mittlerweile ist mein PC mit genügend Arbeitsspeicher ausgestattet und ich kann mir mein eigenes Bild machen.

Mein Avatar heißt Ssang Seomun, was zunächst mal lächerlich klingt, aber nicht weiter schlimm ist, da meine neuen Nachbarn in Second Life eigentlich alle etwas merkwürdige Namen tragen. Ssangs Aussehen erinnert an eine Art Cyber-Punk, wie man ihn sich in einem Film wie Blade Runner vorstellen könnte. Zunächst mal ist er verblüfft darüber, dass die Welt in Second Life doch ziemlich leer ist. Wo sind denn all die anderen Avatare? Wahrscheinlich kennt er noch nicht die Places-To-Be und kommt sich deshalb etwas verloren vor. Glücklicherweise kann ich ihm behilflich sein, erinnere ich mich doch an einen Auftritt Reiner Calmunds bei Stern-TV, in dem er vollmundig die Eröffnung von Callis Island verkündete. Ich bemühe die Suchfunktion von Second Life, werde schnell fündig und teleportiere Ssang auf die Insel des rührigen vollschlanken RC. Im Zentrum der Insel steht unübersehbar ein Fussballstadion, neumodisch Arena genannt, das auf Ssang direkt eine gewisse Anziehungskraft ausübt. Beim Betreten des Stadions, pardon, der Arena, wird er von einem Guide freundlich begrüßt. Auch wird ihm direkt Hilfe zur ersten Orientierung angeboten, die er jedoch zunächst mal dankend ablehnt. Scheinbar ist er mir ziemlich ähnlich. Im Eingangsbereich ist eine Bar und tatsächlich haben sich dort bereits einige Avatare niedergelassen um über die eine oder andere Belanglosigkeit zu plaudern. Zu solcher Art von sozialer Interaktion ist Ssang noch nicht bereit und so zieht er es vor, erst mal die virtuelle Torwand unter Beschuss zu nehmen. Den ersten Treffer kommentiert dann tatsächlich RC’s Stimme im unverwechselbaren rheinischen Sing-Sang, „Na endlisch hasse mal einen jetroffen!“. Dermaßen verausgabt setzt sich Ssang nun doch an die Bar und lauscht den Berichten über das kürzlich beendete Oktoberfest auf Callis Island. Es muss wohl hoch her gegangen sein, als jedoch erzählt wird, dass Olaf Henning und Waldi Hartmann auch da waren, ist er dann doch froh dieses Event verpasst zu haben. Gut erholt schwingt sich Ssang nun in die Luft, fliegen kann er nämlich auch, und betrachtet die Insel des Dicken von oben. Schöne Strände, ein Vereinsheim und Callis privates Haus entdeckt er dabei, entschließt sich jedoch diese Attraktionen erst bei einem nächsten Besuch genauer zu besichtigen.

Finnisch mit Thilo: Kappale viisi

Die gestrige Unterrichtseinheit hat mich wieder ein wenig versöhnt. Nach den obligatorischen Wiederholungsübungen ging es endlich mal recht zügig voran. Thema des Abends war der Genitiv. Wie so oft im Finnischen wäre das nicht allzu schwer, gäbe es nicht wieder zig Ausnahmen, die um Beachtung bitten. Eine besonders perfide Ausnahme ist z.B. dass sich die Genitivendung bei alten Wörtern von der moderner Wörter unterscheidet. Nehmen wir mal das Beispiel kiivi (Kiwi). Hier wird, ganz der grundsätzlichen Regel entsprechend, im Genitiv ein „-n“ angehängt, also kiivin. Beim so ähnlich erscheinenden Wort kivi (Stein) jedoch, wird aus dem „i“ zunächst mal ein „e“ und die Genitivform heißt dann kiven. Okay, warum auch nicht? Unser neu erworbenes Genitivwissen haben wir dann in Form solch schöner Sätze wie „Iso-Britannian pääkaupunki on Lontoo.“ („Großbritanniens Hauptstadt ist London.“) zur Anwendung gebracht. Das hört sich doch schon richtig nach Finnisch an!

Kleine Frage am Rande. Warum sind im Goethe-Gymnasium an den Volkshochschul-Abenden die Toiletten abgeschlossen? Irgendwann geht das noch mal in die Hose!

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