Onkel Thilo antwortet

Die Rubrik „Google skurril“ erfreut sich großer Beliebtheit. Dort findet man die Begriffe, die Ratsuchende bei „google“ eingegeben haben und dann hier gelandet sind. Vielleicht hat der eine oder andere Ratsuchende die Antwort auf seine Frage nicht direkt gefunden und darum sehe ich es als meine Aufgabe an, diesen Suchenden hier ein Mal detaillierte Auskunft zu geben.

Suchbegriff:  urinieren frau stehen natur fotos

Eine eher spezielle Anfrage. Also, Fotos habe ich ja hier. Immerhin. Stehende Frauen dann schon nicht so viele. Liegende hätte ich mehr, die zeige ich aber nicht hier und vor allem könnten die noch alle das Wasser halten

Suchbegriff: ein video clip zum thema windeln wechsel

Habe ich jetzt eine kranke Fantasie, oder der Ratsuchende? Dreckige Windeln hätte ich für Liebhaber jedenfalls in aureichender Menge zur Verfügung.

Suchbegriff: mit hosen zum frauenarzt

Dazu kann ich nun allerdings wenig sagen. Bei meinen Besuchen beim Frauenarzt habe ich stets auf das Tragen einer Hose verzichtet.

Suchbegriff: dicke olle

Hier möchte ich den Ratuschenden bitten, mir bei erfolgreicher Recherche umgehend entsprechende Links zukommen zu lassen. Ich habe jedenfalls keine „dicke olle“ zuhause.

Suchbegriff: albanische aupair mädchen

Ein Aupair-Mädchen habe ich ja nun bei meiner Ehefrau auch schon desöfteren beantragt. Sie sieht die sexuelle Notwendigkeit durchaus ein, verweist jedoch ständig auf die begrenzten Platzverhältnisse. Ich bringe hier immer die „Besucher-Ritze“ ins Spiel, aber gerade „albanische“ Aupair-Mädchen verheißen doch einen überproportianelen Haarwuchs auf den Beinen. Das würde sicher schlimm kratzen. Ich habe also kaum Interesse.

 

Suchbegriff: schwul puff öffnungszeiten

Hier möchte ich doch gerne auf den offiziellen Terminkalender des „Eurovision Club Germany“ verweisen.

Suchbegriff: mama nackig

Fände ich auch toll! Gut, dass Inkki in zwei Tagen wieder hier ist!!!

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Digital-TV is' besser!

Es soll bloß keiner sagen, Fernsehen würde zwingend blöd machen. Für den heutigen Vormittag war (endlich!) die Lieferung unseres neuen Kühlschranks avisiert und entsprechend musste ich die ganze Zeit zuhause ausharren. Was für eine gute Gelegenheit das Angebot meines Digital-TV-Anbieters „UnityMedia“ einem Härtetest zu unterziehen. Würden sich dort zwischen 8 und 12 Uhr ansprechende Sendungen finden lassen? Ich will das Fazit gerne vorwegnehmen: ABER JAA!

Zunächst mal die Doku „Hitlers Stellvertreter“ auf Eins Festival. Eine Wiederholung aus dem regulären „Ersten Programm“ zwar, aber trotzdem sehr fesselnd. Die Geschichte vom Aufstieg und Fall des Rudolf Heß. Für einen Absolventen des Geschichts-Leistungskurses natürlich ein gefundenes Fressen. Sehr interessant und auch im Gegensatz zu so manchem Machwerk aus dem Labor des Guido Knopp, sehr gut und sachlich umgesetzt. Anschließend Switch zum Sender „Planet“, der in 45 Minuten dokumentierte, welchen Widerungen zum Trotz die Petronas-Towers binnen sechs Jahren errichtet wurden. Das ist ja nun eigentlich gar nicht mein Fachgebiet, war aber ungemein spannend. Dann folgte ein echtes Highlight auf einem meiner Lieblingskanäle, dem „Biography-Channel“. Dort läuft die nahezu geniale Reihe, „Classic Albums“, die sich mit der Entstehungsgeschichte der wichtigsten Alben der Rock-Geschichte befasst und mittlerweile auch von Arte übernommen wird.. Und welches Album war ausgerechnet heute Gegenstand der Betrachtung? Eines der Top-5-Alben meiner persönlichen All-Times-Hitlist: Nevermind von Nirvana! Was für ein gleichermaßen lehrreicher und unterhaltsamer Vormittag.

DIGITAL-TV IST UNSER FREUND!

Ach so. Der Kühlschrank ist dann auch noch gekommen!

Lasst mich bloß in Ruhe!

Jetzt ist der große Tag endlich gekommen. URLAUB!

Und was ist? Bin ich besonders euphorisch? Nee, gar nicht. Ich bin einfach nur froh, mal für drei Wochen nicht morgens um 5:50 Uhr geweckt zu werden oder erst um 22:20 Uhr zu Hause zu sein oder evtl. auch mal 10 Tage am Stück arbeiten zu müssen. Bei unserer dünnen Personaldecke kommt es immer wieder (und immer häufiger) zu echten Notsituationen. Gutes Beispiel aus der letzten Woche war, dass unsere neue Aushilfskollegin sich am Sonntag, vier Stunden vor Beginn ihrer Schicht, mit „Sonnenstich“ krank meldete. Wohlgemerkt zu einer Zeit in der kein Hotelgast das Haus verlässt ohne darauf hinzuweisen, dass der Sommer 2007 wohl offensichtlich ausfällt. Was war die Folge? Meine Kollegin K rief mich um 11Uhr an und fragte ob ich um 14:15Uhr arbeiten könnte. Nein, konnte ich nicht nicht. Ich hatte andere Pläne. Das tat mir für K echt Leid, aber es kann nicht sein, dass meine freien Tage nur als provisorisch gelten. Ich kann nicht ständig auf Abruf verfügbar sein. Der andere Kollege aus der Tagschicht sieht das offensichtlich ganz ähnlich oder sogar noch viel ähnlicher. Jedenfalls nimmt er vorsorglich schon mal keine Telefongespräche an seinen freien Tagen entgegen. Die Folge? Die arme K hat eine 15,5-stündige Schicht geschoben. Und das mitten in einer Messe mit unzähligen Ab- und Anreisen.

Und was war mit unserer sonnenstichigen Aushilfskollegin? Die hatte keinen gelben Schein vorzulegen und auf die Mail unserer Chefin, sie möge doch dann die unentschuldigte Schicht mit K tauschen kam erst mal gar keine Reaktion und drei Tage später eine SMS(!) an unsere Chefin, mit dem Inhalt, sie „danke für die erhaltene Chance.“, könne aber das Angebot, sich weiter ins Berufsleben eingliedern zu lassen nicht annehmen.

Da fällt einem nichts mehr zu ein! Solche dreisten Personen werden von allen arbeitenden Leuten durchgefüttert. Das ist jetzt kein populistischer Aufschrei sondern einfach eine Tatsache. Mir gegenüber liegt sie noch in den Ohren wie wenig Geld sie doch hätte und die Chance etwas dazu zu verdienen schmeißt sie so leichtfertig weg? Noch schlimmer: sie reißt ihre, wenn auch nur kurzfristigen, Kollegen damit so völlig in die Scheiße. Hoffentlich wird ihr jede Hilfe erst mal völlig gekappt. In die Wege geleitet wurde es glücklicherweise!

Genug aufgeregt! Ich wollte ja nur mitteilen, dass ich jetzt Urlaub habe. Und wehe, mich ruft jemand an um mir mitzuteilen, wie aussichtslos doch die Lage sei.

ICH HABE JETZT DREI WOCHEN FREI!!!

Und diese drei Wochen gehören mir und noch viel mehr meinen drei Lieben!

Ende einer Liebe

Es ist einfach nur traurig, dass mir etwas, das ich immer sehr geliebt habe, Stück für Stück genommen wird und mir dabei auch noch bewußt wird wie sehr ich all das Unappetitliche immer verdrängt habe. Zu groß war aber meine Faszination für den Radsport im Allgemeinen und für die großen Rundfahrten im Besonderen. Anfang der Neunziger Jahre fing ich an mir stundenlang die Tour de France Berichterstattung auf Eurosport anzusehen. Das war noch in der Pre-Ullrich-Ära und ARD/ZDF hatten die Tour zu dieser Zeit noch mehr oder weniger ignoriert. Also lauschte ich dem unvergessenen Klaus Angermann, der gemeinsam mit Rudi Altig das Geschehen kommentierte. Altig tat sich dabei immer durch seine besonders angenehm nuschelige Aussprache hervor. Unvergessen wie ich einmal kurz vor Ende einer Etappe aufhorchte weil ich hörte: „Bis der Alex Zülle im Ziel ist, sind die anderen Fahrer schon längst im Bordell.“. Fand ich einleuchtend, aber es stellte sich dann doch heraus, dass Rudi das Hotel meinte. Zum geflügelten Wort wurde für mich sein Standard-Ausspruch „Der muss jetzt mal ’n bißchen am Horn ziehen!“. So richtig konnte es keiner nachvollziehen, dass ich mir auch schon mal abends eine vierstündige Aufzeichnung einer Bergetappe ansah und zwar ohne Vorzuspulen. Ich fand und finde immer noch, dass es neben Schach keine Sportart gibt, die soviel taktisches Geschick und soviel Verstand erfordert wie der Radsport. Natürlich war mir auch schon damals klar, dass es da einige schwarze Schafe geben würde, die ihrem eigenen Vermögen nicht 100% trauen konnten. Auch der liebe Rudi gab unverblümt zu, dass man schon zu seiner Zeit die Tour „nicht nur mit Apfelschorle“ gewinnen konnte. So richtig schocken konnte mich das aber komischerweise auch nicht, denn irgendwie gehörte dieser ständige Dauerverdacht einfach dazu. Immerhin war ich nicht so naiv zu glauben, dass ausgerechnet das damalige Team Telekom ein letzter Hort des sportlichen Anstands gewesen wäre. Mir war immer klar, dass auch ein Jan Ullrich noch was anderes als Apfelschorle im Fläschchen hat. Beeindruckend fand ich seine Leistungen trotzdem und ausserdem war er doch auch so ein netter Kerl.

Nun haben sich die Nachweismethoden für Doping in aller Form so weit verbessert, dass das eigentlich auch den Fahrern nicht verborgen geblieben sein dürfte. Dass es einige trotzdem nicht lassen können, läßt eigentlich nur die Vermutung zu, dass es sich bei Ihnen schlichtweg um Süchtige handelt. Diese verkommenen Typen stellen sich dann auch tatsächlich noch in aller Öffentlichkeit hin und beteuern ihre Unschuld. Aktuell der momentan Führende der Tour, Michael Rasmussen. Rasmussen und der junge Contador haben am Montag den Anstieg nach Plateau de Beille 1:30 Minuten schneller bewältigt als das EPO-Monument Lance Armstrong vor einigen Jahren. Für wie blöd halten die mich eigentlich? Ein Alexander Winokurov verliert auf der Etappe am Freitag 20 Minuten auf Rasmussen, deklassiert am Samstag das gesamte Feld beim Zeitfahren und gewinnt dann eine schwere Bergetappe? Alles klar! Was für ein Idiot! Bringt sein Leben in Gefahr, läßt sich fremdes Blut in die Venen spritzen, gibt einer ganzen Sportart den endgültigen Todesstoß und riskiert damit die berufliche Existenz von hunderten Kollegen, von denen das große Feld der Wasserträger vermutlich wirklich ohne Drogen arbeitet. Als Krönung verläßt er die Szenerie durch den Hinterausgang und faselt etwas von Verschwörung.

Während ich das hier schreibe läuft im Hintergrund wieder Eurosport und Rasmussen und Contador knüppeln einen 16%-igen Anstieg in atemberaubenden Tempo hoch. Immerhin gab es heute ein Novum zu vermelden. Erstmals wurde ein Träger des gelben Trikots beim Start mit Pfiffen begrüßt und laut der Eurosport-Kommentatoren wird er auch während des Anstiegs im Berg ausgebuht. Ich gucke mir das immer noch an, allerdings mittlerweile nicht mehr aus sportlicher Bewunderung sondern als Freak-Show und Reality-Crime-Show. Wenn die Junkies von heute endlich von der Bildfläche verschwunden sind, dann kann ich mir auch wieder eine Tour voller Begeisterung für aussergewöhnliche sportliche Leistungen anschauen.

P.S.: Sieg für Rasmussen. Wieder eine Niederlage für den Radsport!

P.P.S.: Heute wurde ein bestenfalls zweitklassiger Fahrer von Cofidis überführt. Die Theorie, Wasserträger wären sauber, ist auch zusammengebrochen. Ich bin so sauer auf diese Loser!

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Jaaa, er lebt noch…!

Lang nix mehr gehört, was? Tja, so kann’s gehen. Jetzt habe ich aber endlich mal wieder Zeit und vor allem auch Lust. Als kleine Wiedergutmachung gibt es auch direkt ein nettes Video zu bestaunen, dass unsere Family plus Onkel E-Power auf der Düsseldorfer Kirmes zeigt. Es war Jespers dritter Kirmesbesuch, aber der erste bei dem er auch wirklich auf Karussells oder ähnliches gehen konnte. Das hat er dann auch reichlich getan. Zwei Mal Kinderkarussell, Schiffschaukel, Autoscooter mit Papa, Geisterbahn mit Mama und Oldtimer-Fahren. E-Power und ich hatten Probleme uns auf eine „Hully-Gully-Maschine“ zu einigen. Was dem einen zu öde vorkam verursachte dem anderen Magengrummeln und umgekehrt. Letztlich waren wir dann auf dem „Höllenblitz“, der größten transportablen Indoor-Achterbahn Europas. So stand es jedenfalls marktschreierisch zu lesen. Diese Bahn sieht man am Ende des Videos ganz kurz und theoretisch würde man auch E-Power und mich sehen können. Da es aber der Höllenblitz war, sind wir natürlich viel zu schnell für das menschliche Auge unterwegs gewesen. Welch fürchterliche Auswirkungen diese Höllenfahrt auf die Passagiere hat ist auf dem folgenden Bild treffend dokumentiert:

Und nun Vorhang auf zum offiziellen D-Sanomat Kirmesfilm 2007!

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