Nyt ja pian

Scheinbar ist der Sommer nun endgültig angekommen. Über 30 Grad heute!
Gute Aussichten für das japanische Feuerwerk am morgigen Abend also. Werde da mit Martijn nach der Arbeit hingehen und dort dann Inkki, Bea und Thommy treffen. Vorausgesetzt es ist nicht so voll dass wir uns gar nicht finden. Immerhin eine Million Zuschauer sollen’s werden.

So langsam rückt auch mein Urlaub endlich näher. Zwei gute Wochen sind’s nur noch und ich mache echt drei Kreuze wenn es endlich so weit ist. Der Mai war schon der Hammer und da kann ich nun drei Wochen Ruhe gut gebrauchen. Naja, mit der Ruhe ist das so’ne Sache. In der ersten Woche müssen wir nämlich Jespers Zimmer tapezieren. Hab ich noch nie gemacht und mit meiner Ungeduld wird das sicher wieder ziemlich anstrengend und nervig für Inkki.
Wenn wir das hinter uns haben, dann sind wir, nach mittlerweile über drei Monaten, aber endlich komplett eingezogen, denn am Montag kommt auch noch Meister Schulz und montiert Wandlampen und ähnlichen Kleinkram. Das Poster von den olympischen Spielen in Helsinki hab ich auch mittlerweile bestellt. Der nächste Umzug kann jetzt aber gerne zehn Jahre oder so auf sich warten lassen.

Nächsten Dienstag komme ich dann endlich dazu mir den neuen „Star Wars“ anzugucken. Episode I und II fand ich ja ehrlich gesagt höchstens mäßig, aber was sein muss, muss sein. Die Kritiken, die ich bisher gelesen habe sind eigentlich gar nicht so schlecht, also lasse ich mich mal überraschen.

Mein ESC-Horizont hat sich auch wieder erweitert. Dieses mal um den Jahrgang 1979. Gar nicht mal so schlecht wie allgemein behauptet wird. Meine Favoriten: SWE, NED, LUX und natürlich GER. DSCHING-DSCHING-DSCHINGIS KHAN!!!
Apropos ESC. Meine Einkaufsliste für die Finnlandreise hat sich erweitert, habe nämlich bei Anttila gesehen, das es einen Sampler mit sämtlichen finnischen Beiträgen gibt. Muss ich natürlich haben.

Moi,moi.

ESC-Nachschlag

Nun ist sie also vorbei, die ESC-Saison 2005. Die Show am letzten Samstag war die beste, an die ich mich erinnern kann. Es war eigentlich kein Titel dabei, der mir nicht wenigstens ansatzweise gefallen hätte und mit dem Siegerlied aus Griechenland kann ich auch gut leben.

Dass Gracia Letzte geworden ist interessiert mich nur am Rande. Ihr Song war klar der schwächste und darum habe ich bei der Punktevergabe auch nur mit Norwegen und Moldawien gefiebert.

Herrlich, wie jedes Jahr, waren dann die Zeitungsartikel am Montag. Einige Kommentatoren waren schlicht völlig ahnungslos, anderen wiederum hat man deutlich angemerkt, dass sie mit dem festen Vorsatz einen grandios sarkastischen Verriss zu schreiben an ihre Aufgabe herangingen. Vom Unterhaltungsaspekt aus betrachtet sind solche Verrisse vielleicht noch akzeptabel, journalistisch sind sie jedoch ein Offenbarungseid. Schönen Gruß an dieser Stelle besonders an die Süddeutsche!

Am Sonntag habe ich dann großspurig kundgetan nun erstmal die Schnauze voll zu haben vom ESC und letzte Nacht musste ich mich dann selber dabei ertappen, den gesamten 85’er Jahrgang gehört zu haben. Ich mach’ mir langsam Sorgen, und Inkki erst! Die zweifelt mittlerweile nicht nur an meinem Verstand, sondern auch noch an meiner sexuellen Orientierung. Meint sie aber wohl nicht ernst, oder??? Hilfe!!!

Erst mal Luft ablassen!

Ich bin ja sicher kein Katzenhasser. Hab immerhin selber Jahre lang eine gehabt. Aber darum erinnere ich mich auch noch ganz genau, was einen zum Katzenhasser machen kann, nämlich der Gestank von Katzenpisse. Baaaahhhhh! Es gibt kaum einen ekligeren Geruch als den. Ich erinnere mich noch daran wie Aleks, also mein damaliger Kater, mir mal in den Rucksack gepisst hat. Die Sau. Das Ding war nicht mehr zu gebrauchen, sooft ich es auch gewaschen habe. Geradezu kriminell ist es also wenn man das Katzenklo so lange nicht säubert bis es ins Treppenhaus stinkt als läge da ne tote Oma hinter der Tür. Also liebe Nachbarn von nebenan: Sauber machen, aber zackig! Sonst komm’ ich mit ner Domestos-Injektion und dann hat’s sich ausgestunken.

So, der erste Dampf ist abgelassen. Sehr erleichternd. Aber dass Finnland es nicht ins Finale des ESC geschafft hat macht mich auch immer noch wütend. Im Gegensatz zu vielen anderen bin ich aber nicht wütend auf die angebliche Balkanconnection, sondern auf die finnische Delegation. Geir hat perfekt gesungen, wie nicht anders zu erwarten war. Er hatte mit Abstand die beste Männerstimme des Abends!
Aber was für ein Auftritt war das nur wieder? Wer kam nur auf die Idee ihn in ein hellblaues T-Shirt und ein weißes Jackett zu stecken? Der Versuch mit den finnischen Nationalfarben ging doch schon bei Laura so was von in die Hose. Außerdem sah er aus als hätte ihm die Frau gesagt: „Hömma, heute gehen wer mal fein aus. Ziehste dir mal’n Jackett an, ne’ Vatter?“
Und dann noch der Background-Chor. Ihr Gesang war okay, aber mussten die sich unbedingt wie ein paar entrückte Esoteriker bewegen?
Man sollte auch mal überlegen ob es so sinnvoll ist den Chor, wenn man denn überhaupt einen braucht, immer mit gescheiterten VE-Teilnehmern zu bestücken. Ein eingespieltes Team wäre da meiner Meinung nach die bessere Alternative.
Also so wird das auf jeden Fall nie was. Die Leute von YLE sollten mal schnallen, dass ein gutes Lied mit einem guten Sänger zwar noch nie geschadet hat, dass aber auch optisch was rüberkommen muss. Ist ja schließlich ein TV-Event.
Jetzt ist wohl wieder Wunden lecken angesagt. „Keiner mag uns.“ „Gegen die Punkteschieberei vom Balkan haben wir eh’ keine Chance.“ Alles Quatsch! Strengt euch mal endlich an und kommt in der Gegenwart an!

So, jetzt mal alle Nase zuhalten. Nein, nicht wegen der Katzenpisse von nebenan. Wir kommen nun zur Abteilung Eigenlob:

Sieben von zehn Finalteilnehmern hab ich richtig vorausgesagt!

***TUSCH*** und tschüss!

Hyvää Geir!

Ich hatte mir ja fest vorgenommen nicht mehr wegen meiner zahlreichen Nachtschichten im Mai rumzuheulen, aber heute muss es noch mal sein, denn während ich das hier schreibe läuft gerade das Semifinale des „Eurovision Song Contests“. Grrr, und ich muss hier rum sitzen und mich tierisch beherrschen damit ich nicht eine der „gefährlichen“ Seiten meiner Favoritenliste ansurfe, auf denen ich versehentlich das Ergebnis mitbekommen könnte. Mein Plan ist nämlich mir die Show morgen nach meinem Schlaf, also ab ca. 13 Uhr anzugucken.
Bevor man mir Schummelei unterstellen könnte verrate ich jetzt mal fix meinen Tipp, wer ins Finale einziehen wird:

• Schweiz
• Finnland
• Israel
• Niederlande
• Kroatien
• Polen
• Norwegen
• Moldawien
• Rumänien
• Ungarn

Meine Favoriten kommen aus Moldawien, trotz des eher lächerlichen Einfalls die titelgebende Oma mit auf die Bühne zu nehmen und natürlich Finnland. Wenn der Zeitpunkt des Votings gekommen ist wird Inkki mir per SMS den Startschuss geben und ich werde Geir Rönning mit einigen Voting-SMS zu pushen versuchen. Geir wohnt übrigens im gleichen kleinen Ort in dem auch Inkkis Mutter wohnt. Wer weiß, ob ich ihm nicht sogar schon mal dort begegnet bin ohne es zu ahnen? Auf jeden Fall ist er ein sehr sympathischer Typ, mit einer tollen Stimme und einen tollen Song hat er außerdem auch noch zu bieten.

Glücklicherweise habe ich wenigstens am kommenden Samstag frei, so dass einem gemütlichen ESC-Finalabend nichts im Wege steht. Mit reichlich Sekt, kleinen Leckereien und Scorecards ausgerüstet können wir uns dann wie jedes Jahr über Sängerinnen mit viel zu kurzen Röcken (gibt’s das wirklich?), grottigem Englisch und absurden Frisuren amüsieren.

Was gab’s sonst die letzten Tage?
Mein Dienst-Computer war die letzten beiden Tage nicht einsatzfähig, was auch erklärt warum nix von mir zu hören war.
In der gestrigen Nachtschicht habe ich versehentlich (?) eine Glasscheibe zertrümmert.
Unser Wohnzimmer-Bild (s.u.) ist endlich angekommen und von den Lampen ist immer noch weit und breit keine Spur.
Kollege Massoud verlängert mal eben so seinen Urlaub weil er dann nen billigeren Flug bekommt, was natürlich Chaos in der Schichtplanung und eine weitere Nachtschicht für mich bedeutet.
Am kommenden Sonntag wird Bruder Elmar vorbeischauen, bevor er dann bald für einige Tage in die Toskana düst.

Ist mein Leben eigentlich echt so langweilig wie sich das hier liest? Kommt mir eigentlich gar nicht so vor.

ESC – der Liederwahnsinn

Herr Doktor ich habe ein großes Problem, traue mich aber nicht so richtig darüber zu reden.

Nur zu, Sie machen sich ja kein Bild was ich schon alles so gehört habe. Es geht also wahrscheinlich um „unten rum“, oder?

Nein, nein, so ist es nicht. Eher im Gegenteil. Ist wohl was Psychisches, glaub’ ich.
Also ich lass die Katze jetzt mal einfach aus dem Sack.

Doch „unten rum“. Ich habs ja gesagt.

Nein, ich bin ESC-Fan!!!

Davon hab ich allerdings noch nie was gehört. Welche Symptome treten auf?

Nun, ich ziehe mir Musik rein, die ich eigentlich abscheulich finden sollte. Ich halte mich für musikalisch aufgeklärt. Verehre die Doors, halte Bob Dylan für bahnbrechend und gleichzeitig überbewertet, The Who sind meine Helden, Oasis sind toll und Radiohead noch viel toller. Trotzdem überkommt es mich jedes Jahr wieder. Meine Füße wippen im Takt zu schwedischen Happy-Schlagern, ich summe maltesische Schmachtballaden und flöte israelische Ethnomotive.

Ist das Ganze chronisch oder kommt es eher in schubartigen Anfällen?

Das ist saisonabhängig. Meistens geht es im November, Dezember los und zieht sich dann bis Mitte Mai.

Woher beschaffen sie sich diese Musik? In einem normalen Plattenladen wird es solch gefährliches Zeug doch sicher nicht geben, hoffe ich?

Da haben Sie Recht, aber im Internet können Sie doch heutzutage alles bekommen. Im November des letzten Jahres ging es z.B. mit den ersten Liedern der albanischen Vorentscheidung los. Die sammelten sich dann so nach und nach auf meiner Festplatte. Weiter ging es mit Ukraine, Finnland, Litauen, Bulgarien….

Betreiben Sie dabei nur eine hamsterartige Vorratshaltung oder kommt es bisweilen auch zum Konsum?

Ständig, Herr Doktor! Ich höre mir einfach alles an.

Können Sie dabei körperliche oder psychische Reaktionen feststellen?

Allerdings. Die Reaktionen sind aber ganz unterschiedlich. Manchmal habe ich das Gefühl ich bekäme keine Luft und müsste mich erbrechen. Meistens fühle ich mich beim Anhören aber erstaunlich gut. Bei dem moldawischen Beitrag bin ich immer geradezu euphorisiert und aufgekratzt, beim finnischen und lettischen seltsam ergriffen. Beim bosnischen Lied bekomme ich immer Lachanfälle und beim belgischen und monegassischem werde ich ganz fürchterlich müde und muss ständig gähnen. Da hilft dann nur das Lied aus Norwegen. Das macht mich wieder putzmunter.

Ich glaube dieses ständige emotionale Auf und Ab bekommt Ihnen nicht. Haben Sie schon mal mit jemandem darüber gesprochen?

Ja, habe ich. Es gibt da dieses Internetforum unter www.ogae.de . Denen geht es auch so wie mir. So richtig helfen können die mir aber auch nicht. Aber die haben da einen guten Weg gefunden sich abzulenken. Die beschäftigen sich nämlich sehr eingehend mit Statistik. Ständig erstellen sie Ranglisten und finden die seltsamsten Wege ihr Leiden immer wieder in neue Punktetabellen zu fassen.

Ich fürchte dieser Umgang tut Ihnen nicht gut.

Aber es ist doch bald vorbei. In einer Woche werde ich alles überstanden haben. Dann kann ich mich wieder um anderes kümmern. Um Raimunds Shubidu-Contest oder Yannis Intermezzo zum Beispiel.

Ich verstehe nicht ganz!

Oh ich glaube da erzähle ich ihnen erst in einer unserer nächsten Sitzungen von, sonst würden Sie mich wahrscheinlich doch gleich einweisen.